Dagmar Trodler – Die Waldgräfin


Im Jahr 1066 hadert Gräfin Alienor auf einer Burg in der Eifel mit ihrem Schicksal als Burgherrin. Die Eintönigkeit ihres Daseins endet jedoch jäh, als den Jägern ein Wilderer in die Hände fällt: zerlumpt, von edler Statur und der normannischen Sprache mächtig – der Sprache von Alienors verstorbener Mutter. Nach dieser Enthüllung hofft der Freigraf, Alienors Vater, darauf, dass seine Tochter die Herkunft des Fremden aufdecken kann …
Der historische Hintergrund des Romans
Das Jahr 1066 ist vor allem für ein Ereignis berühmt: Am 14. Oktober jenes Jahres trafen auf dem Senlac-Hügel nordwestlich von Hastings die Heere des Angelsachsen Harald Godwinson und des Normannen Wilhelm aufeinander. Dem Sieger winkte die Krone Englands. Es siegte Wilhelm, der von nun an den Beinamen „der Eroberer“ trug und als Wilhelm I. König von England wurde.
Diese Auseinandersetzung mit den Normannen war im Grunde nur der Höhepunkt einer Entwicklung, die schon lange zuvor begonnen und nun europaweite Ausmaße angenommen hatte.
Ende des 8. Jahrhunderts war über Nord- und Westeuropa eine bis dahin unbekannte Gefahr hereingebrochen: ohne jede Vorwarnung tauchten am Horizont Schiffe mit Drachenköpfen am Bug auf. Ihre Besatzung raubte, mordete und brannte nieder, was sie fand, und verschwand dann ebenso schnell, wie sie gekommen war, wieder in ihre Heimat im rauen Norden. Schon bald verbreiteten die Wikinger, wie man die Männer nannte, an allen Küsten Angst und Schrecken. Besonders schlimm traf es England, Irland und Nordfrankreich, wo die Menschen gegen die unvorhersehbaren Überfälle unterschiedliche Taktiken entwickelten. In England wurden die Küsten mit Türmen und Burgen gesichert, die Adligen und „Sheriffs“ zur Verwaltung übergeben wurden. In Frankreich gelang es König Karl dem Einfältigen, das Problem auf andere Weise zu lösen. Er verlieh dem Wikingerführer Rollo einen ganzen Landstrich, den dieser nun gegen seine ehemaligen Wikinger-Mitstreiter verteidigen musste. Dabei war er so erfolgreich, dass das Gebiet schließlich nach seinen neuen Bewohnern, den „Nordmännern“, den Namen „Normandie“ erhielt. Diese Methode der Eingliederung sollte sich als die erfolgreichere erweisen, denn in England war man den Nordmännern unterlegen und in die Abhängigkeit des ebenfalls von den Wikingern abstammenden Knut von Dänemark geraten. Damit verlor England für Jahrzehnte seine Eigenständigkeit an die wilden Krieger aus dem Norden. Kaum hatten die Angelsachsen die Herrschaft der Dänen unter den schwachen Söhnen Knuts wieder abgeschüttelt und mit Harald wieder einen angelsächsischen König eingesetzt, trat mit Wilhelm dem Eroberer wieder ein „Nordmann“ auf den Plan, der nun endgültig die Herrschaft übernahm.
Den historischen Roman „Die Waldgräfin“ von Dagmar Trodler finden Sie in unserer Buchreihe „Bibliothek der großen historischen Romane“.
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1 Kommentare |
| Christof Bieker on 15 Juli 2010 ,18:03 Der Status zum Mitmachen lief rasch über den Monitor so das ich nicht alles mitbekam doch die Hoffnung steht! Christof Bieker |
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