Amelie Fried - Die Findelfrau
Holly Berger ist 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und Mutter zweier Kinder. Da erfährt sie durch Zufall, dass sie als Baby ausgesetzt und später adoptiert wurde. Die abenteuerliche Suche nach ihrer Herkunft führt sie ins ferne Ägypten …
Vielseitig und immer für eine Überraschung gut: die Bestsellerautorin und Fernsehmoderatorin Amelie Fried. Ihre ersten Sporen hat sich die Ulmer Verlegertochter ab 1984 als Fernsehmoderatorin verdient, berühmt gemacht haben sie ihre Talkshows "Live aus der Alten Oper" und "3 nach 9". Gleich mit ihrem ersten Buch "Die Störenfrieds" schaffte sie 1995 auch ihren Durchbruch als Autorin. Darauf folgten sechs weitere Erfolgstitel, vier davon wurden verfilmt. Für ihr Kinderbuch "Hat Opa einen Anzug an?" erhielt sie 1998 den Deutschen Jugendbuchpreis.
In ihrem anrührenden und spannenden neuen Roman geht es um eine junge Frau, die im Alter von 33 Jahren erfährt, dass sie ein Findelkind ist. Die Suche nach ihren leiblichen Eltern führt sie bis ins ferne Ägypten …
Die Autorin im Interview
Reader's Digest: Sie arbeiten in zwei verschiedenen Welten: als Talkshow-Moderatorin und als Schriftstellerin. Funktioniert das immer reibungslos?
AF: Ich empfinde das als reizvolles Spannungsfeld. Einerseits ist da die Einsamkeit, die einfach zum Schreiben dazugehört. Andererseits liebe ich es, einmal im Monat ins Studio zu gehen. Das ist ein Kontrast, der mir einfach wohl tut, gerade diesen Wechsel zwischen Rückzug und Hektik empfinde ich als sehr reizvoll.
RD: Was ist das Gemeinsame, das diese Gegensätze verbindet?
AF: So was wie die Neugier auf Menschen. Bei der Talkshow bin ich gespannt auf die Gäste, auf das, was hinter dem Klischee steckt. Beim Schreiben begebe ich mich auf Entdeckungsreise ins eigene Ich. Das Umschalten ist kein Problem, ich bin bei beidem immer ganz ich selbst. Es ist schon so: Entdeckungslust und Neugier treiben mich an.
RD: Hilft Ihnen Ihre Moderatorinnentätigkeit dabei, Ideen für Ihre Romane zu finden?
AF: Für mich ist mein ganzes Leben Inspiration. Menschen, die ich kennen lerne, Gespräche, die ich führe, eigene Erlebnisse und Beobachtungen – alles kann, bewusst oder unbewusst, in meine Bücher einfließen. Aber ich suche nicht danach, sondern bin einfach offen für das, was ich erlebe.
RD: Haben Sie alles selbst erlebt, was Sie beschreiben?
AF: Ha, das wäre schön, wenn mein Leben so aufregend wäre wie meine Bücher! Nein, man muss nicht alles erlebt haben, worüber man schreibt. Aber es hilft, wenn man die Milieus kennt, in denen man die Geschichten spielen lässt. Und wenn einem die Gefühle, die man beschreibt, nicht völlig fremd sind.
RD: Wissen Sie immer am Anfang eines Buches schon, wie die Geschichte endet?
AF: Nein, da kann auf dem Weg immer noch vieles passieren. Natürlich kenne ich die Handlung und weiß, welche Figuren welche Rollen spielen. Aber beim Schreiben entwickeln die Geschichten eine merkwürdige Eigendynamik und die Figuren eine Art Eigenleben – das ist sehr aufregend und überraschend.
Amelie Frieds "Die Findelfrau" ist in unserer Buchreihe "Reader's Digest Auswahlbücher" erschienen.
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1 Kommentare |
| Sophie on 24 November 2009 ,14:21 Dieser Artikel ist spitze |
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